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Lberdieß ein unhöflicher Narr! — Wie könnt Ihr dieVerbindung mit einer ehrsamen Frau, die Euch Hausund Hof zubringt, eine Strafe nennen? — Ich dächte,sie wäre vielmehr eine Wohlthat für Euch!" —
Valentin sah still und nachdenkend vor sich hin.
„Macht ein Ende!" fuhr der Richter auf. „Sonst gibtman Euch Euern ganzen Reichthum, den Bettelstab, wiederin die Hand und jagt Euch aus der Stadt." —
„O, damit erzeigen Sie mir eine große Gnade!"sprach Valentin. „Leben Sic insgesammt wohl!" —
Mit diesem Valet sprang er lustig, wie ein Böcklein,aus der Gerichtsstube und lief durchs nächste Stadtthorin die weite Welt.
Todtenbleich starrten die Weiber wie Bildsäulen ihmnach.
„Ein nichtswurdiger Schuft!" rief der Richter mitscheinbarem Unwillen. „Er war unwerth des Glücks, dasSie ihm anbotcn." —
Aber im Herzen sprach er: „Ich wollte selbst lieberbetteln, als Euch heirathcn, ihr Unholden!" —
Indessen fingen die Versteinerten wieder an fich zu re-gen, und wollten fich mit trüben Gesichtern empfehlen.
„A propos!" sagte der Richter. „Da ich sehe, daßSie Baarschast bei sich haben, die Ihnen auf dem Heim-wege beschwerlich werden möchte, so will ich Ihnen dieseBürde dadurch erleichrern, daß ich Ihnen hier die Be-rechnung der aufgelaufenen Prozeßkosten und Atzungsgclderfür den undankbaren Ausreißer vorlcge, die Sie nachUrthel und Recht gemeinschaftlich zu entrichten beliebenwerden. Der ganze Braß beträgt, tarmäßig liquidirt undmoderirt, in die Summa: Achtzig Thaler, sechzehn Gro-schen, drei Pfennige. Doch, um einen Bruch zu ver-