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Nach ihm in der Gegend umher, und erfuhr bald vonAugenzeugen, daß ihn Ursel ciktführt hatte. Mit dieserNachricht flog sie nach Hause.
Barbara ward leichenblaß, warf ihren Mantel um,und überfiel Urseln, indem sie mit dem Vagabunden zuTische saß, der vom Kopse bis zum Fuß mit der Haus-tracht des Seligen bekleidet war. Jene, die etwas schwacheAugen hatte, crschrack vor dieser Erscheinung. Sie glaubtebeim ersten Anblick, der vormalige Besitzer des rothcnSchlafrocks und der grünen Sammtmutze sep von denTodtcn erstanden. Als sic aber näher trat und den Gelb-schnabel erkannte, schlug sie ein bitteres Hohngclächtcrauf, das man sechs Häuser weit hörte. „Ei, das gefälltmir!" rief sie und stemmte die Arme in die Seiten. „Hierscheint ja der Mensch, der vorhin nicht wußte, wo er zuHause sey, nun auf einmal eine recht anständige Hcimathgefunden zu haben." —
„Ich verstehe Sie nicht, Frau Gevatterin!" entgcgneteUrsel, die sich jetzt von ihrer Bestürzung wieder erholthatte. „Sie will eine gute Christin sepn und tadelt einWerk der Barmherzigkeit?" —
„Bewahre der Himmel!" versetzte Barbara. „Wenn ichauch deßhalb eben nicht die Kirche versäume, so bin ichdoch nun bereit, den Hungrigen zu speisen und den Nack-ten zu kleiden. Komm Er mit mir mein Freund!"
Dieß sagend, faßte sie den Jungen am rechten Arm undwollte ihn fortzichen. '
„Ist Sie bei Sinnen?" schrie Ursel und setzte sichhastig in den Besitz des linken Arms- „Will Sie denMenschen mit Gewalt an sich reißen und ihn im stadt-kundigen Schlafrocke meines seligen Herrn über die Gasseführen?" —