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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Wcnn's mir nicht schlimmer wird, wenn's nur sobleibt!"

Ein gottloser Kerl!" flüsterte Barbara ihrer Busen-sreundin in's Ohr.Wir wollen uns nicht weiter mitihm abgeben; wir machen uns Schande."

Hiermit drängte sic Urseln hinweg, und sie gingeneinige Schritte nach der Kirche hin. Plötzlich aber wandtesie sich zu ihrem Dienstmädchen, das ihr ein Gesangbuchund andere Kirchcnbedürfnifse nachtrug, und sagte leise:Kind, wenn du znrückgehst, führe den Burschen, derdort sitzt, in mein Haus, und laß ihn warten, bis ichkomme. Ich habe ein Wörtchen mit ihm zu sprechen."

Ursel errieth den geheimen Befehl, und machte, vonNeid entbrannt, gegen ihre Freundin einen argen Ent-wurf, ohne sich jedoch etwas merken zu lassen. Sie heu-chelte im Gcgenthcil die heiterste Unbefangenheit, und un-ter freundlichen Gesprächen traten sie mit einander in dieKirche. Aber kaum hatte Ursel die Schwelle hinter sich,so riß sie plötzlich das Schnupftuch aus der Tasche, hülltedas Gesicht bis an die Augen hinein, und trippelte mitvorwärts gesenktem Körper, als hätte sie Nasenbluten be-kommen., wieder zum Tempel hinaus. Barbara, der siemit gutem Bedacht den Vortritt gelassen hatte, ward nichtgewahr, daß ihre Freundin hinter ihr verschwand, undsetzte sich mit ruhigem Gemüth in ihren Betstuhl.

Indessen lief Ursel so schnell, als sie konnte, nach demPlatze zurück, wo sic den artigen Bcttclbuben verlassenhatte, und ward seelcnfroh, ihn noch auf seiner vorigenStelle zu finden.Mein Söhnchcn," sagte sie,hast duwohl Lust, einen Bissen warmes Essen zu genießen?"

Ei, warum nicht?" antwortete Valentin.