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besser zu betragen, ersuchten ihn dringend, künftig wie-der an ihren Tischen zu speisen, und erboten sich, ihmzu Gefallen stets Mittags um zwölf Uhr auftragen zulassen. Er lächelte zu diesen schönen Worten, deren wah-ren Gehalt er zu würdigen wußte; doch verschwieg erseine Gedanken und gab den Heuchlern sogar die Zusiche-rung, daß er sich wieder als Kostgänger bei ihnen cin-findcn wolle.
Es geschah. Man trug ihn auf den Händen, und jededer drei Familien machte gegen die andern Kabalen, umden Vorrang in seiner Gunst zu gewinnen und eine be-sondere Begünstigung in seinem Testamente zu erschleichen;denn da sie wider alles Erwarten noch Geld in seinenHänden gesehen hatten und sich vorstellten, daß sei» gehei-mer Schatz durch die ausgeliehene Summe nicht erschöpftsep, so hielten sie cs der Mühe wcrth, um den künftigenBesitz einer so vielversprechenden Erbschaft zu kämpfen.Dippold gewann bei diesem Familienkriege. Er ward vonallen Parteien mit Liebkosungen und Gutthaten überhäuft,ließ sich aber von keiner Seite bewegen, ein Testament zuerrichten. So widerspenstig blieb er bis an seinen Tod,der wenige Jahre nach dem räthsclhaftcn Gastmahle, daser seinen Kindern gab, erfolgte.
Er hatte kaum die Augen geschlossen, so rissen sie dieihrigen weit auf, um sie an den Neichthümern seines Nach-lasses zu weiden. Keuchend vor Hast und Begierde flogensie in seine Wohnung; aber mit Entsetzen fanden sie solcheso leer wie eine Scheune. Kein Silbergeschirr, dessen siedoch einst so viel bei ihm gesehen hatten, glänzte ihnenentgegen; nichts als traurige Armuth blickte auS allenWinkeln hervor. Ihr einziger Trost war der große eiserne