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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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zu gehen; denn sie wußten, daß sich der alte Mann nichtdazu bequemen wurde, weil er seit beinahe siebenzig Jah-ren gewohnt war, nicht zu frühstücken, aber mit demSchlage der zwölften Stunde sein Mittagsmahl zu genie-ßen. Er that Vorstellungen gegen die lange Fasten, dieman ihm auflcgte; allein cs erfolgte keine Abänderung.Es sey jetzt, hieß cs, in großen Häusern allgemein Sitte,so spät zu essen; man würde sich daher durch Beibehaltungdes alten Bocksbeutels * vor der feinen Welt lächerlich ma-chen.Doch, liebes Väterchen," setzten die Töchter schmei-chelnd hinzu,Sie sollen darunter nicht leiden; wir wollenIhnen täglich um zwölf Uhr, oder wenn Sie sonst befeh-len, Ihre Mahlzeit auftragen lassen."

Soll ich also wieder allein essen?" sagte der Greismit Wehmuth.

Man zuckte die Achseln und blieb dabei, es lasse sichnicht anders einrichten.

Nun, so muß ich mich darein fügen," sprach der Ge-kränkte.Da ich mich aber nun einmal eurer GesellschaftLei Tische nicht mehr erfreuen kann, so schickt mir künftigdas Essen in meine Wohnung; den» es würde mir zu wehthun, in euer» Häusern verlassen und stumm, wie ein Rei-sender in seinem Gasthofszimmcr, zu speisen."

Mit inniger Freude über die glücklich gelungene Entfer-nung des lästig gewordenen Kostgängers, ward sein Ver-langen erfüllt und man versorgte ihn einige Wochen langzu rechter Zeit mit anständigen Speisen. Allmählig aberließ diese Aufmerksamkeit wieder nach. Er mußte oft zweibis drei Stunden auf seine Schüsseln warten, und dann

- Ein besonders in Hamburg gemölmlichcS Wort, das alt-väterliche Herkommen in der bürgerlichen Lebensart auS-zudrücken.