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weisen, will ich den Ueberrcst meiner Lebenszeit unter euchgleich verlheilen und bei einer nach der andern eine Wochelang als zahlender Kostgänger a» den Tisch gehen."
Das geschah; und die drei Schwestern bestrebten sich,ihm die köstlichsten Speisen, die er liebte, auszutischen. Ernahm Liese gute Behandlung hoch auf und erklärte einstbei einem frohen Familienfeste seine Zufriedenheit darüber.„Nur eins gefällt mir nicht," setzte er hinzu. „Es ist mirunangenehm, immer am Ende jeder Woche mein Kostgeldzu berichtigen; ich will daher'morgen auf eine Weile vor-ausbezahlen." — Man hielt diese Rede für eine lustigeWcinlaunc; allein er machte Ernst, und übergab am fol-genden Tage sein ganzes noch übriges Vermögen seinenKindern, mit der Anweisung, sich darein zu thcilcn undihn dafür bis an seinen Tod zu ernähren.
Man kann sich verstellen, daß diese unerwartete Freige-bigkeit mit den heitersten Gesichtern und den lebhaftestenVersicherungen gränzcnloser Dankbarkeit ausgenommen ward.Die Leutchen hielten auch Anfangs Wort und verpflegtenihn mit der zärtlichsten Sorgfalt.
Aber bald änderte sich in allen drei Häusern das Wet-ter. Die Herren wurden kälter gegen ihn, weil er nichtsmehr zu verschenken hatte; und die Damen, die sich vonihren Männern lenken ließen, fanden cs ebenfalls für ihreWirthschaftskasse zuträglicher, ihn mit gewöhnlicher Haus-mannskost abzuspciscn. Man erlaubte sich von Tage znTage mehr Unfreundlichkeit und Beschränkungen gegen ihn.Er saß und stand seinen mißlaunigen Eidamen überall imWege, und sie entfernten ihn endlich sogar dadurch vonihren Familientischcn, daß sie, nach genommener Verab-redung, alle zugleich anfingen, die Sitte der Engländernachzuäffcn und erst Nachmittags um fünf Uhr zur Tafel