ziere dich doch nicht! Komm her und setz' dich auf meinenSchooß! — Ich stand mit abgewaydtcm Gesichte wieeine taube Bildsäule. Er befahl jetzt der Wirthin, michzu ihm zu bringen. Sie war sogleich bereit; doch wolltesic der Sache das Ansehen eines Scherzes geben, und liefmit dem Gcberdcnspiel der Kinder, die sich Haschen, aufmich zu. Ich war mit zwei Sprüngen an der Thür,konnte aber nicht hinaus, weil sich wahrscheinlich die dazuabgcrichteten Heiducken dagegen gestemmt hatten. Nunentstand eine Jagd um den Sessel des Grafen herum.Er wollte dabei kein müßiger Zuschauer seh» und griffhochsclbst nach mir, wenn ich bei ihm vorbciflog. Ichwich ihm einige Mal aus, bis er sich endlich mit dergrößten Anstrengung halb sitzend, halb stehend in seinerSänfte so weit vorbeugte, daß cs ihm gelang, mich amNocke zu fassen. Doch diesem kleinen Siege folgte einegroße Niederlage; denn ich nahm fliehend alle meineKräfte zusammen, und riß so die unbehülflichc Ercellenz,die ihre Beute nicht fahren lassen wollte, von ihrem Throneherunter. Sie fiel die Länge lang wie ein voller Sackauf den Fußboden; die Heiducken traten herein; ich spranghinaus, eilte die Treppe hinunter und wartete in der Nähe,bis ich den Grafen wieder in seinen vor der Thür stehen-den Wagen heben und abführen sah.
In den ersten Augenblicken, da ich mich in Freiheitbefand, war ich entschlossen, aus der Stadt zu fliehen;aber meine leichte, häusliche Kleidung, die der Graf ganzin Unordnung gebracht hatte, machte mir dies unmöglich.Ich ging also in's Haus zurück und überwarf mich heftigmit der Wirthin, die es gar nicht begreifen konnte, daßich so wenig Spaß verstehe. Der Graf, sagte sie, sehein großmüthiger Herr, dessen Bekanntschaft von andern