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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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der aus, sondern eine von beiden blieb immer als meineWächterin zu Hanse.

Als einst Frau Immergrün an der Reihe war, michzu beobachten, erschien ein Läufer und meldete bei ihr einenGrafen, dessen Namen ich vergessen habe. Sie stellte sichüberrascht; mir ward aber auf einmal deutlich und klar,warum sie den ganzen Tag unter verschiedenen scherzhaf-ten und listigen Vorwänden in mich gedrungen hatte, michbesser als gewöhnlich zu kleiden. Ich wollte dem vorneh-men Besuch ans dem Wege gehen; allein sie ließ michnicht fort, und indem ich noch darüber mit ihr stritt, hörteich draußen ein Getöse, als ob keuchende Lastträger einschweres Frachtstück mühsam hcrbeischleppten und vor derThür niedersetztcn. Sie ward plötzlich geöffnet und ichsah mit Verwunderung, daß mich mein Ohr wenig ge-täuscht hatte. Zwei riesenmäßige Heiducken brachten aufeinem Tragsessel den angemcldctcn Grafen, der ein Mannvon ungefähr sechzig Jahren schien und so ungeheuer dickwar, daß-er sich ans eigener Kraft so wenig von einerStelle zur andern bewegen konnte, als ob er gar keineBeine gehabt hätte. Er ward in die Stube hineintrans-portirt, und schon während dieser Reise lächelte mir seinpurpurnes Vollmondsgesicht.

Als die Heiducken abgetreten waren und Frau Immer-grün nach Seiner Erccllenz hohem Befinden sattsam ge-fragt hatte, machte er ihr mit einer trägen, seltsamenStimme, die wie Fett über dem Feuer kreischte, das Kom-pliment: ihre Wohnung gleiche dem Himmel; man findeimmer Engel darin. Er streckte dabei seine bleiernen Armemühselig aus und angelte nach mir; ich trat aber so weitzurück, als der Raum des Zimmers erlaubte. Ei, siehdoch, du Engelchen! rief er, hast du auch Flügel? O,