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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Er hob endlich nach vielen neuen Kapitulationsanträgen dieBelagerung auf und ging murrend von dannen.

Als ich der Wirthin diesen Vorfall erzählte, vcrläugnetesie den alten Buhler und behauptete mit einer natürlichscheinenden Befremdung: sie kenne keine solche Figur, wieich ihr beschrieben habe. Aber die Tante, welche sich beimeiner Erzählung gegenwärtig befand, war weniger Mei-ster ihrer Mienen, und verricth durch deren Wechsel sehrdeutlich, daß der graue Sünder nicht ohne ihr Vorwissengekommen war. Die verschmähte Börse jagte ihr eine zor-nige Rothe ins Gesicht, und sie gab mir über mein Ver-fahren einen heftigen Verweis. Das heiße, sagte sie, denBeistand des Himmels verachten, der uns, aus Erbarmenüber unsere gegenwärtige Verlassenheit und Armuth, einenRetter gesandt habe. ,

Diese ruchlose Rede wandte vollends mein Gcmüth vonder Tante ganz ab. Ich fühlte eine unbeschreibliche.Scheugegen sie, und konnte mich in der Folge kaum überwinden,die nöthigstcu Worte mit ihr zu wechseln. Sie setzte ihrvergebliches Forschen nach Ihnen, mein theurer Freund,täglich fort; ich gab ihr aber, wenn sie davon sprach, keineAntwort mehr. Ich war fest überzeugt, daß sie mit lau-ter Unwahrheiten umging, und mich blos dcßwegcn in einfernes Land gelockt hatte, um mit meiner Jugend und Ge-stalt einen schändlichen und ungestörten Wucher zu treiben.

Mich beschäftigten nun bei Tag und Nacht mancherleiEntwürfe, wie ich ihren Fesseln entfliehen wollte. Aberdie beiden Bundcsfreundmnen hielten mich von der Stmidean, da ich der Tante mit unvcrschleiertem Kaltsinn begeg-nete, unter strenger Aufsicht und ließen mich keinen Augen-blick allein. Sie gingen nicht mehr, wie zuvor, miteinan- ,