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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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lagerte er sich mir mit einem Fußfall in den Weg. Jetztwar es mir unmöglich, dem alten Gecken nicht ins Gesichtzn lachen. Er nahm diesen Ausbruch der herzlichen Ver-achtung, die ich gegen ihn empfand, für gute, gefälligeLaune, war äußerst entzückt darüber und drückte mir eineGeldbörse in die Hand. Ich warf sie ihm vor die Füße.Er hob sie, ohne diese schimpfliche Zurückgabe übel zu neh-men, von der Erde wieder auf, verfolgte mich damit auseinem Winkel in den andern, und am Ende versuchte dermatte Schwächling sogar, mich festzuhalten und Liebkosun-gen zu erzwingen.

Da bei dem alten Thoren keine vernünftige VorstellungEingang fand, mußte ich Gewalt mit Gewalt vertreiben.Ich stieß ihn mit mäßiger Kraft von mir hinweg; er tau-melte wie ein fallender Kegel rücklings an die Thür; siesprang auf, und er setzte sich draußen so nachdrücklich aufdie Dielen, daß er die Beine emporstreckte. Ich zog ge-schwind die Thür zu und verschloß sie.

Er brauchte, jämmerlich stöhnend, viel Zeit, sich auf dieBeine zu helfen. Sobald er cs aber so weit gebrachthatte, klopfte er bescheiden an, ersuchte mich in den höflich-sten Ausdrücken, ihn wieder herein zu lassen, und versprach,sich frömmer aufzuführcn. Ich antwortete nicht. Er flehtewohl eine Stunde lang und bat endlich um seinen in derStube zurückgclafscnen Hut. Ihren Hut sollen Sie ha-ben, rief ich; entfernen Sie sich aber erst zwanzig Schritteweit! Er gehorchte und schlich fort. Als ich ihn ander Treppe husten hörte, öffnete ich ein wenig die Thürund legte den Hut säuberlich hinaus. Jetzt kam der Ver-wiesene aus Leibeskräften gelaufen, um ins Zimmer zndringen; aber meine Festung war schon wieder geschlossen.

Lnnnbeiii'S sänimkl. Schr. XII. Bd. 11