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mit Seitenblicken auf mich, ins Ohr und lachten dazu ausvoller Kehle. Ich saß wie auf Kohlen.
Bald darauf kamen zwei junge Männer, die uns alsFreunde vom Hause vorgcstellt wurdcn. Man sah es anihrem freien und ungezwungenen Betragen, daß sie nichtzum ersten Mal da waren. Es fehlte nicht viel, so hättensie die Hüte auf den Köpfen behalten. Aber einige Augen-winke, die ihnen Frau Immergrün, mit verstohlener Deu-tung auf mich, zuwarf, machten sie höflicher. Sie sagtenmir in einem unerträglich windigen und faden Tone vielSüßigkeiten, und die sogenannten Nichten lachten ganz aus-gelassen dazwischen.
Mein Herz war in dieser sittenlosen Gesellschaft so ge-preßt, daß ich auf meinem Stuhle nicht länger aushaltenkonnte. Ich führte die Tante bei Seite und sagte leise:Lassen Sie uns'Abschied nehmen nnd in unser Zimmergehen. — Da sind wir ja schon, antwortete sie: das istunser Zimmer. — Wie? — fragte ich — mit diesen Leu-ten wollen wir zusammenwohnen ^ — Sic crwiedcrte mitAchselzucken: wir müßten uns cinschränkcn. — Das wol-len wir, sprach ich; aber hier bleib' ich nicht. Ich möchtelieber todt sepn, als unter diesen Menschen leben. — Sieversprach Abänderung und raunte der Wirthin einige Worteins Ohr. Diese wisperte dann ihren Nichten etwas Heim-liches zu und bald darauf empfahlen sich die kecken Dir-nen stimmt den Freunden des Hauses. Frau Immergrünbeklagte nun in einem heuchlerischen Tone, daß wir geradeein so wildes Völkchen bei ihr gefunden hätten. Sie werdedafür sorgen, setzte sie hinzu, daß wir durch diese Lärm-geistcr künftig nicht wieder in unserer Bequemlichkeit ge-stört würden. Hierauf ging sie in ihre Kammer und über-ließ uns die Stube zum freien Gebrauch.