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Woche lang, sagte sie, wie der ewige Jude hcrumgczogen,Hab' in allen Wirthshäusern nach Walding gefragt undihn nirgends gefunden. Er wird wahrscheinlich an andernOrten durch Geschäfte aufgchaltcn und kommt vielleicht erstin einigen Wochen. Indessen verzehrten wir unser Hab'und Gut in diesem theuern Gasihofe. Wir hätten unslängst nach einer wohlftilern Wohnung in einem Privat-hause nmsehcn sollen. Dochspät klug ist besser, alsnie. Ich habe zufälliger Weise mit einer guten, ehrlichenFrau Bekanntschaft gemacht, die uns ein kleines, niedlichesZimmerchcn für eine billige Miethc überlassen will. Das,dächte ich, bezögen wir morgen. Wir sind Waldingen, deram Ende doch für uns bezahlen muß, dieses Ersparnißschuldig; denn das Geld regnet ihm doch auch nicht vomHimmel. —
So sprach die arglistige Frau, und ich war es sehr gernzufrieden, das geräuschvolle Hotel, wo wir wohnten, zuverlassen. Wir zogen hier ein; aber Frau Immergrün —so heißt meine Wirthin — mißfiel mir, sobald ich sie sah.Sie starrte mich gleich bei unserer Ankunft so unbescheidenan und überlief meine ganze Gestalt mit so gierigen undforschenden Blicken, daß ich die Augen Niederschlagen mußte.Wir fanden zwei funge Fraucnzimmer bei ihr, die sie fürihre Nichten ausgab. Sie waren unsittlich gekleidet, führ-ten freche Gespräche und brachen alle Augenblicke in einschmetterndes Gelächter, als ob sie betrunken wären. Ichkonnte mich, so vertraut sie sich auch an mich drängten,nicht mit ihnen unterhalten, und vermochte kaum meinerAbneigung, die ich gegen sie empfand, ein trocknes Inoder Nein abzuzwingen. Aus Rache fingen sie nun an,sich über mich lustig zu machen. Sie flüsterten einander,