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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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sich, nachdem sie mich eine Stunde lang zur Rückkehr auf-gefordert und durch's Schlüsselloch abwechselnd gelobt undgeschimpft hatten, in ihr Zimmer zurück.

Hier begann ein heftiger Wortwechsel. Der Baron sagte:ich scp eine spröde Närrin und der Mühe nicht werth, dieer sich meinetwegen gegeben habe; er möge mich nichtmehr scheu und reise noch in dieser Nacht zurück. Daskönnen Sic thun, antwortete die Tante. Sie werden aberbelieben, die Hälfte des Reisegeldes heranszugcben, das Sicvon Walding erhalten haben. Er lachte laut und schworentsetzlich, sie habe keinen Anspruch daran. Jetzt mochteden bösen Leuten einfallcn, daß ich sic behorchen könnte;sic fingen an, leiser zu zanken. Endlich ward Friede, ichhörte Geld zählen; der Baron trat, als der Morgen graute,an meine Kammer,, rief mir ein spöttisches Lebewohl zuund ging mit Hohngclächtcr die Treppe hinab.

Die Tante lockte mich nun mit schmeichelnden Wortenaus meinem Schlupfwinkel. Sie nannte den Baron einenBösewicht, lobte meine Flucht, bethcuerte mit den schreck-lichsten Eidschwllrcn: sic sep an allen diesen Vorfällen nichtSchuld; er habe sie selbst durch falsche Briefe betrogenund ihr dieß erst jetzt beim Abschiede gestanden. Kurz, sieerzählte mir mit geläufiger Zunge ein langes, verwickeltesMährchen, das mich ganz irre machte; ich wußte nicht,was ich davon glauben oder nicht glauben sollte. Tante! rief ich in der höchsten Verzweiflung und warf michvor ihr nieder ich beschwöre sic bei dem Allwissenden,sagen Sie mir die Wahrheit: wo ist Walding? In Wien,antwortete sie. Ich erstaunte, ich widersprach, ich sagteihr ins Angesicht: sie hintcrgche mich; aber sic blieb da-bei und täuschte mich durch neue Fabeln von aufgefange-nen und unterschlagenen Briefen, wodurch ihr Vodgeben