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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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sprach. Sie ward immer schwermüthiger, je näher dieScheidestmide kam, und quälte sich mit Ahnungen, daßwir uns nicht wieder sehen wurden. Ich bemühte michvergebens, sie zu trösten und diese düstern Gedanken hin-wegzuscherzen. Sie umschlang mich beim Abschiede mitleidenschaftlicher Heftigkeit, und sank, als ich mich mitsanfter Gewalt loswindcn wollte, in eine Ohnmacht.Sobald sie die Augen wieder öffnete, eilte ick ohneAufenthalt fort.

Lrnölstes Kapitel.

Abwesenheit, Rückkunft und Schrecken.

Ich schrieb sowohl auf der Reise, als auch in Hamburg,wo ich Geschäfte hatte, mehrmals an meine Freundin,ohne darauf eine Antwort zu erhalten. Dieß befremdetemich; aber ich befürchtete kein schlimmes Ercigniß, sondernberuhigte mich durch die Vermuthung, daß ihre Briefeverloren gegangen wären, oder mich durch einen andernnatürlichen Zufall verfehlt hätten. Nach einer Abwesen-heit von vier Wochen kam ich frohen Muthes zurück. Ichhatte meine Geschäfte glücklich beendiget, und mich dadurchin den Stand gesetzt, daß ich eine bequeme Haushaltungeinrichten und mich mit Karolinen feierlich verbindenkonnte. Dieser angenehme Gedanke war für mich einunterhaltender Reisegefährte, und mit ihm stieg ich vomWagen.

Es war Abend und schon beinahe zehn Uhr. Dessenungeachtet eilte ich noch nach Karolinens Wohnung. Essiel mir auf, daß ich kein Licht a» ihren Fenstern sah;