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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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das mit Mumcnsträußern herumzog, finde ich eine große,majestätische Dame, die wie eine Prinzessin ausstaffirt istund wie ein Buch spricht. Auf eine» so grünen Zweigwäre sie freilich bei mir in ihrem Leben nicht gekommen."

Ich unterbrach diese Schmeicheleien mit der Bitte, sichsogleich wieder zu entfernen.

Scyn Sie kein solcher Tyrann!" sagte sie.Ich ver-peste ja hier nicht die Luft. Gönnen Sie mich doch dieFreude, meine Nichte manchmal zu sehen und mir darüberzu freuen, daß sie so hübsch geworden ist."

Indem ich antworten wollte, kam Bold«. Ich konntenun meinen Vorsatz, die Unholden mit Gewalt zu bannen,nicht ausführen, und mußte sic duldcu. Sie stellte sichihm sogleich selbst als Karolinen«? Tante vor.

Er verweilte dieß Mal nicht lange, und ich wies ihrnun ernstlich die Thür; allein die gutmüthige Karolinetrat als ihr Schutzengel auf und vcrthcidigtc sie mit Bit-ten und Thränen, bis ich endlich rtachgab und der Tanteerlaubte, das Mädchen bisweilen zu besuchen. Sie stelltesich seitdem fast täglich ein, um an unfern Abendmahl-zeiten Thcil zu nehmen. Dieser Umstand verschloß mirden Mund; denn ich befürchtete, wenn ich mich jetzt überihre allzu häufigen Erscheinungen unwillig bezeigte, fürgeizig gehalten zu werden.

Bold« kam nicht weniger fleißig als zuvor, traf alsomit der Frau von Ralf oft zusammen, und sie standenbald mit einander ans einem so freundschaftlichen Fuße,daß ich darüber unruhig ward und ein geheimes Bündnißgegen Karolinens Unschuld besorgte. Ich äußerte meinenVerdacht zwar nicht, aber die Listigen mochten ihn ahnen.Sic fingen allmählich an, sich weniger vertraulich zubegegnen, ließen sogar eine starke Abneigung gegen ein-