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kalt und einsplbig; aber dieß wirkte nicht auf ihn. Esgefiel ihm dennoch bei uns, und ich bemerkte bald, daßKarolinens blühende Schönheit der Zauber war, der ihngegen seine vorigen rauschenden Abcndlustbarkeiten gleich-gültig machte und in unser stilles Zimmcrchen bannte.Doch, von der Tugend und Sittsamkcit des Mädchens über-zeugt, setzte mich die Entdeckung seiner Leidenschaft inkeine große Unruhe.
Ci ist cs Kapitel.
ES spukt .wieder und zwei schlimme Geister schließen Freund-schaft mit einander.
Frau von Ralf hatte mich, nach Ausstellung ihrer Ent-sagungsschrift, beinahe ein Jahr lang mit ihren Besuchenverschont; aber setzt fand ich sie eines Abends mit Schre-cken bei Karolinen. Man kann denken, daß ich ihrescheue, kriechende Höflichkeit mit keinem freundlichen Will-kommen erwiedcrte. Ich winkte dem Mädchen, uns alleinzu lassen, und fragte dann die Tante in einem nachdrück-lichen Tone, was sie hier wolle.
„Lassen Sie sich nicht bange sepn!" antwortete sie. „Jchwill nichts, gar nichts von Ihnen."
Versprachen Sie mir nicht schriftlich, sich um IhreNichte nicht weiter zu bekümmern? fuhr ich fort.
„Wohl wahr;" versetzte sie; „ich habe aber die Lineso lieb, wie meine Augen im Kopfe, und konnte nichtlänger leben, ohne sie ein Mal wieder zu sehen. Nu,das muß ich Sie sagen, ich war bei dem ersten Anblickganz verblüfft. Statt des kleinen, schüchternen Mäkens,