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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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In diesem Augenblicke stürmte der Baron, der sonst umdiese Zeit nicht zu kommen Pflegte, in mein Zimmer.Es war zu spät, Karolinen ungesehen zu entfernen oderzu verbergen. Sie zog sich aber sehr geschickt aus ihrerVerlegenheit, indem sie, mit dem natürlichsten Anstandeines jungen gebildeten Mannes, sogleich Abschied nahm.

Dennoch gelang es ihr nicht, das Luchsauge des Ba-rons zu täuschen. Er betrachtete sie mit gespannter Neu-gierde, und kaum war sie aus dem Zimmer, so rief er:Das war ein Mädchen!"

Wer? fragte ich mit gezwungener Gleichgültigkeit.Doch nicht mein Vetter, der gestern von der Universitätgekommen ist?

,,O mache mich nicht blind!" erwicdertc er, und triebmich mit Kreuz- und Querfragen so lange in die Enge,bis ich am Ende so gutherzig oder vielmehr so unklugwar, ihm die Wahrheit zu beichten.

Er triumphirte, daß er hinter meine Schliche, wie ersich ausdrückte, gekommen wäre, und drang in mich, ihnmit Karolinen bekannt zu machen. Eine leise Stimmeschien mich davon abzumahnen; allein ich achtete nicht derWarnung meines guten Engels, und gab dem Baronmein Wort, seinen Wunsch zu erfüllen.

Ich that cs, als ich wieder genesen war, und raubtedadurch meinen sonst so glücklichen Abenden ihren ganzenReiz. An die Stelle der innigen Vertraulichkeit, dievorher meinen Umgang mit Karolinen beseelt hatte, tratdes Barons herzloser Witz und sein süßer, geschraubterHoston, womit er das natürliche, mit der Sprache dergroßen Welt unbekannte Mädchen ängstete und plagte.Ueberdieß war er ein zudringlicher Gast, der uns einenAbend wie de» andern verdarb- Ich ward nach und nach