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Jch ward hinter der Bank hervor genöthigt, und zweibärtige Reiter nahmen mich in ihre Mitte.
„Nun taffen Sie uns sehen," sprach der scherzhafteBilletcinnchmcr zum Untcrofficier, „ob vielleicht die ge-strige Probe auf mehrere Zuschauer so einschläfernd ge-wirkt hat."
Sic zogen fort, und es währte nicht lange, so warauch der Baron entdeckt, und ward mit einem lautenGelächter herbcigcführt. Er verbat sich aber mit einerso muthigen Entschlossenheit allen Spott, daß die Lacherplötzlich verstummten. Drei gestiefelte Engel mit flam-menden Schwertern trieben und geleiteten uns nun ausdem theatralischen Paradiese, und übergaben uns, nach-dem wir durch lange Reihen neugieriger Menschen, diein der Vorhalle auf Eröffnung der Thüren harrten, gleich-sam Spießrutheu gelaufen waren, der nächsten Haupt-wache. Dcch nach einigen Stunden, als eben die Opervorbei war, wurden wir wieder in Freiheit gesetzt.
Neuntes Kapitel.
Was mein Duhbruder für ein Mann war.
Seit jenem Vorfall hatte ich mit dem Baron, ungeach-tet er zehen Jahre älter war als ich, vielen Umgang.Doch sein Charakter gefiel mir nicht ganz. Er war einWitzling von Handwerk, der über alles spöttelte, alleslächerlich machte, und selbst das Heiligste nicht verschonte.Immer führte er in Gesellschaften das große Wort, undbehandelte Jeden, der ihm nicht gefiel und ihm an Mund-werk nicht gewachsen war, mit empörendem Uebermuth.