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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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über alles, doch rein und schuldlos, ohne rohe Begierden.Sabinens Wachsamkeit und Vorsicht, uns nie allein zulasse», war ganz unnvthig.

Sechstes Kapitel.

Erscheinung eines Gespenstes, das sich durch Geld Pannen laßt.

Als ich mein stilles Glück ungefähr ein halbes Jahr ge-nossen hatte, überraschte mich eines Tages ein unangeneh-mer Besuch. Ich war ausgegangen und befand mich kaumwieder zu Hause, da klopfte es an meine Thür. Mir ahntenicht, daß ein so böser Geist erscheinen würde, und ichrief muthig: Herein! Siehe, da stand sie vor mir, diegnädige Frau, wie ein Gespenst der Vorzeit, mit altmodi-schen Lumpen behängen.

Na, bo» jaui-, Herr Walding!" begann sie mit einemhämischen Grinsen:Endlich Hab' ich Ihnen doch einmalauf der Gaffe spitz gekriegt. Das hat Mühe gekostet, Sieauszugattern ! Ich habe Ihnen in der ganzen großen StadtWie eine Stecknadel in einem Heuschober gesucht."

Das thut mir leid, antwortete ich. Was beliebt Ihnen?

Mein!" entgegnetc sie höhnisch:Ich dächte, das könn-ten Sie errathen. Sind Sie etwa nicht der junge Mensch,der meine Nichte entführt hat?"

Entführt? versetzte ich. Sie sind in der Wahl Ih-rer Ansdrücke nicht glücklich.

Ei! was.frag' ich darnach?" rief sie hitzig.VonAusdrücken sie mögen so glücklich sepn, als sie wollen wird man nicht satt. Sie, mein Herr, waren frei-lich glücklich genug, ein so schmuckes Mäken zu erhaschen;

Lnngpcin'S fninintl. Schr. XII. Bd. ^9