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biswcilen unfreundlich," setzte sie hinzu: „Wenn sie nurnicht etwa auch Ihnen übel begegnet."
Ich versicherte lächelnd, daß ich ein Zaubermitiel besitze,womit man solche mürrische Tanten, wie die ihrige wohlseyn möchte, besänftigen könne. Hiermit griff ich nach mei-nem Geldbeutel, um den ganzen Blumcnkram in Bauschund Bogen zu bezahlen. Aber sic ging diesen Handel durch-aus nicht ein. Sie wollte lieber Schläge wagen, sprachsie, und eilte mit leichten Schritte» hinweg. Ich folgte ihrvon weitem. Wir wandelten fast eine halbe Meile, ehewir in die Vorstadt kamen, wo die furchtbare Tante wohnte.
Zweites Kapitel.
Gute NahrungSlehreii einer alten, erfahrenen Tante.
Ihr Haus war nicht zu verfehlen. Eine häßliche Ge-stalt, die einer gelben Zigeunerin glich und ihr Gesichtwie eine Furie verzerrte, schimpfte schon von fern aus einerDachnasc herab und ballte drohend eine dürre, schwarzeFaust. Ich verdoppelte meine Schritte, um mit dem ar-men Mädchen als Vertheidiger und Beschützer zugleich insHaus zu treten.
Die alte Megäre hatte mich nicht bemerkt, denn sic war,che ich die Hausthür erreichte, vom Fenster a» die Treppegelaufen. Da stand sie und kreischte in der gemeinsten nie-dcrsächsischcn Mundart: „Hch! was will Sie schon wie-der? — Hat Sie Lust, sich ein paar Tachteln zu holen?— Die Blumen sind ja noch nicht verkauft!"
Ei wohl verkauft, völlig verkauft! rief ich, indem michnoch die Windung der steilen Schneckcntreppc, die ich müh-am erkletterte, ihren Augen verbarg.