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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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Der Zuruf eines Unsichtbaren machte sic irre.Wasschnattert's?" schrie sie:Willst du mir foppen? Kommman ruffcr! Ich will dir Mores lehren.""

Zch drängte mich bei dem Mädchen vorbei und standplötzlich vor der Tante. Sie stieß einen Schrei der Ver-wunderung aus. Ihre schöne Nichte, sprach ich, hat heuteim Großen gehandelt. Hier ist der Kaufmann, der dasganze Waarcnlager auf Einem Brcte bezahlen wird.

Anfangs machte sic meinem schlichten Uebcrrocke, der kei-nen wohlhabenden Besitzer ankiindigte, ein finsteres Gesicht.Doch das Zählbret brachte mich mit einem Male hoch beiihr an's Bret. Sie verneigte sich tief und sagte mit derwidrigsten Freundlichkeit:Spazieren Sie herein, sungcrHerr!"

Hiermit öffnete sie ihr Stübchen, das einer Bettlerhcr-berge vollkommen ähnlich sah. Es war mit einem drei-beinigcn Sopha, einem Spiegelrahmcn ohne Glas undmchrcrn Gerätschaften von ähnlichem Wcrthe verziert.Auch ihr seidener Mantel glich einer alten, zerschossenenFahne.

Na, kleine Bübin!" sagte sie und gab dem Kinde,das sich furchtsam in einen Winkel stellte, einen scherzhaf-ten Schlagbist du endlich einmal klug und folgsamgewesen?" Das Mädchen ward roth.Sie glaubennicht," fuhr die Alte in einem vertraulichen Tone fort,was ich mit der frommen Einfalt für Noth gehabt habe.Ich sagte hundert Mal: Linchcn, vertrödle deine Blumennicht auf den Gassen! Du wirst sic besser und anständigerlos, wenn du sie vornehme» und reichen Herren in ihrenZimmern anbietcst. Aber ich predigte tauben Ohren. Eshalf weder Singen noch Sagen."

Und das hat denn, fiel ich ihr ernsthaft ins Wort, auch