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wieder aus dem Hause. Jetzt kam sie mir schüchtern ent-gegen und reichte mir das Körbchen voll Rosen. Ich fragte,ob sie noch Eltern habe.
„Sie sind bei Gott!" seufzte sie leise und hob die Augengen Himmel. „Mein Vater war Lieutenant bei einemFreibataillon, ward nach dem letzter» Kriege verabschiedetund starb in der äußersten Armuth. Meiner Mutter, dieschon viele Jahre todt ist, kann ich mich kaum noch erin-nern."
Ich fragte weiter, wo sie sich aushalte. „Bei einer Tante,"antwortete sic.
Unser Gespräch fing jetzt an, die Aufmerksamkeit einigermüßigen Pflastertreter zu erregen. Sie stellten sich in einerkleinen Entfernung auf die Lauer und richteten frech ihreLorgnetten auf uns. Dieses unhöfliche Aufpasser» war mirunleidlich. Ich wählte und bezahlte geschwind eine Handvoll Blumen und entfernte mich, ohne das Mädchen ausden Augen zu verlieren. Rasch faselten nun die jungenLassen herbei und umringten sie mit lüsternen Blicken undScherzen. Aber sie floh wie ein schüchternes Reh in dennächsten Kaufladen, und verließ diese Freistätte nicht eher,bis die Laurer vor der Thüre des fruchtlosen Wartensmüde ihres Weges gingen.
Das kluge und sittsame Benehmen der kleinen Blumen-händlerin gefiel mir und befestigte meinen Entschluß, ihrSchicksal zu verbessern. Ich redete sie jetzt wieder an,ließ mir ihre Wohnung bezeichnen und bat sie, nach Hausezu gehen, weil ich mit ihr und ihrer Tante etwas zu spre-chen hätte.
Sie sah mich mit großen blauen Augen an und ent-schuldigte sich, daß sie nicht heimkommen dürfe, bevor sienicht alle ihre Blumen verkauft habe. „Meine Tante ist