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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Moritz (bittend). Liebe Mutter!

Fr. v. Schmelz. Schweig, du Vaurion! Made-moiselle Julie ist auch gewiß zu vernünftig, als daß sie nachdem Titel einer Frau Studentin begierig sepn sollte.

Julie. Ihr Lob beschämt und dcmüthiget mich.

M a d. Schwalbe (!» eine», lachenden Tone). Dasheißt soviel: sie hat Lust, eine Frau Studentin zu werden.

Moritz (ernst). Das soll sie nicht. Ich bin von die-sem Augenblick an nicht mehr Student. Das Erbthcil mei-nes Vaters setzt mich in den Stand

Fr. v. Schmelz (wehklagend). Ach, du gottloser Wicht!Jetzt decouvrirt sich dein schwarzes Herz! Jetzt bekennst duohne Scheu, daß du dich über den frühen Hintritt des Se-ligen freust! Nun willst du seinen ganzen Nachlaß andich reißen und mich wie eine Fremde auf die Gasse hin-ausstoßcu.

Moritz. Mutter! wie ungerecht macht Sic derZorn! Kein solcher Gedanke kam in mein Herz. Unduberdicß sind Sic ja reicher, als ich.

Mad. Schwalbe. Auf ein Wort, gnädige Frau!(Sie führt die Frau von Schmelz weiter vorwärts bei Seite).

Hr. v. Puff, Moritz und Julie treten einige Schrittezurück und sprechen leise mit einander.

Mad. Schwalbe. Ich will Ihnen eine treffliche Par-tie Vorschlägen.

Fr. v. Schmelz (mit erheitertem Gesicht). Im Ernst?

Mad. Schwalbe. Eine Partie, durch welche Sieden heutigen fatalen Vorfall auf einmal in Vergessenheitbringen, und alles ersetzen können, was Sie Ihrem Sohneausliefern müssen.

Fr. v. Schmelz. Das wäre doppelt schön! Wer istdenn das liebe Männchen, das Sic im Sinn haben?