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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
111
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Auges Wörtchen darüber. Aber potz tausend! bin ichnicht ein ungeschicktes Weib! Ich will mich zur Lehrmei-sterin der feinen Lebensart auswerfcn und verstoße selbstdagegen. Da habe ich schon eine Viertelstunde lang einenhöchst angenehmen Besuch von Herrschaften, die sich fremdsind, und ich denke nicht an die Schuldigkeit einer Wirthin,sie mit einander bekannt zu machen. Meine gnädigeFrau von Schmelz, ich habe hiermit die Ehre, Ihnen eineZierde des Adels in der Person des Herrn von Puff vor-znstcllen.

Fr. v. Schmelz (mit Gezier). Alonsieur, je m'estimeinlinimeiit beureune

Hr. V. Puff (milcht eine Menge ungeschickter Bcrdeugnn-gen und murmelt unverständliche Werte).

Mad. Schwalbe. Gnädiger Herr! die Frau vonSchmelz, eine junge Wittwe, die erst kürzlich durch denTod eines geliebten Gemahls in tiefes Leidwesen versetztworden ist.

Hr. v. Puff (mit Scharrfüßen und Handkuß). Ist mirviel Plaistr

Mad. Schwalbe (zum Herrn von Puff, auf Moritzzeigend). Der hoffnungsvolle Herr Sohn dieser Dame.

(Wechselseitige stumme Komplimente.)

Moritz (höffich). Madam Schwalbe!

Mad. Schwalbe. Was beliebt?

Moritz (scherzend). Wollen Sie nicht die Güte haben,Ihre liebe Nichte der Gesellschaft als meine Braut vorzu-stellen?

Mad. Schwalbe. Warum nicht? Wenn es Ihregnädige Mama erlaubt.

Fr. v. Schmelz (pathetisch). Nein. Ich protestire so-lemnellement dagegen.