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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
97
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"O-O 9"

Fr. v. Schmelz (seht sich wiederund nimmt einen gleich-gültigen Ton nn>. So, so. Nun, die Sache hat ja keineEile. Entwerfen Sie mir indessen sein Portrait.

Mad. Schwalbe. Keinen Zug davon! Ich will Ih-nen eine angenehme Ueberraschung nicht verderben.

Fr. v. Schmelz. Wird es wirklich eine delicate 8ur-prine seyn?

Mad. Schwalbe. Das hoffe ich.

Fr. v. Schmelz. Aber wie heißt denn der jungeHerr? Und von welchem Rang und Stand ist er?

Mad, Schwalbe. Er ist ein Edelmann und seinName klingt sehr romantisch. Mehr erfahren Sie nicht.Er mag sich Ihnen selbst entdecken, und wird es in derersten Minute thun, denn er ist gar nicht blöde.

Fr. v. Schmelz. Sie sind heute sehr mysteriös.

Mad. Schwalbe. Auf einen einzigen Umstand, dermir Sorge macht, muß ich Sie vorbereiten. Mein Ehc-staudsrekrut hat einen Fehler

Fr. v. Schmelz. Und der ist?

Mad. Schwalbe. Sein Alter.

Fr. v. Schmelz (kleinlaut). Ist er zu alt?

Mad. Schwalbe. Ganz das Gegcntheil. Zu jung!zu jung! Er sieht aus, als ob er kaum seinen zwanzigstenGeburtstag gefeiert hätte.

Fr. v. Schmelz (freudig aufschreicnd). Je, das Aeff-chen ! (Sie faßt sich wieder zu einem kältern Tone.) Nu, NN,liebe Madam, machen Sie sich über dieses Steinchcndes Anstoßes keinen Scrupel. Das Herrchen könnte frei-lich älter scyn; aber was findet man unterm Monde voll-kommen? Jst's nur übrigens ein acccptabler Mann, somüssen wir ihm über den Punkt seiner Jugend durch die

Langbein'S sämmtl. Schr. XII. Bb. 7