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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Vierzehnter Auftritt.

Frau von Schmelz. Madam Schwalbe.

Fr. v. Schmelz (kämmt hastig und stimmend in bunter,jugendlicher Kleidung und stark geschminkt!. Da bin ich

Madamchen! Komm' ich noch zeitig genug?Mad. Schwalbe. O ja. meine gnädige Frau.

Fr. v. Schmelz. Lon, bull. (Sie fällt auf einenStuhl und fächere sich heftig.) Uf! uf! ich bedarfRuhe und Erholung. Ich bin mehr geflogen alsgefahren, um nicht zu manquircn.

Mad. Schwalbe. Sie sind ganz außer Athem.

Fr. v. Schmelz. Ja, sehen Sie, so haben Siemich gehetzt. Ich mußte doch denken , daß die Sachesehr pressant sep. Da fliegt die lose Frau, wie einPfeil an meine Toilette, fragt mich, ob ich gewißarrivire und kaum habe ich Ja gesagt, so ist sie schonwieder cschappirt.

Mad. Schwalbe. Verzeihen Sie. Ich konnte michnicht aufhalten und wollte bloß Ihrer Ankunft gewiß sepn.

Fr. v. Schmelz. Nun, Goldweibchen, da bin ich.Haben Sie ein Männchen für mich?

Mad. Schwalbe. Ja wohl, und was für eins!

Fr- v. Schmelz (springt auf und umarmt sic). Her-zcnsfreundin! ist's möglich?

Mad. Schwalbe. Sie ersticken mich!

Fr. v. Schmelz. Wie sicht er aus? wie alt ist er,der süße Junge? Wo haben Sie ihn versteckt? (Sie sucht

im Zimmer herum.)

Mad. Schwalbe. Bemühen Sie sich nicht. Er istnoch nicht da. Ich erwarte ihn aber jeden Augenblick.