29 «Lo-
den sich aber dennoch einige Teige gedulden müssen. Heutekann ich wirklich nichts versprechen.
Fr. v- Schmelz. O, wenn's doch möglich wäre! Ichhabe nach Tisch in dieser Gegend Geschäfte, und könnteso zwei Märschen mit Einem Steinchcn thun. Sehen Siezu. Ich frage mit Ihrer Pcrmission gegen drei Uhr wie-der nach. Vielleicht —
Mad. Schwalbe. Ich zweifle sehr. Ihr Besuch istaber zu jeder Zeit eine Ehre für mich und mein Haus.
Fr. v. Schmelz. koiirt de cain>>!imen!i! Thun Sie,was in Ihren Kräften steht. Ich Witt Sic jetzt nicht län-ger incommodiren und abhaltcn, für mich Anstalten zu tref-fen. (Sic erhebt sich ächzend vom Stuhle.) Ach! aller die-ser säuern Gänge wäre ich überhobcn, wenn der Himmelnicht meinen thcucrn Gemahl von dieser Welt abgcforderthätte. (Schluchzend.) Sehn Sie, sobald ich an ihn denke,thun sich meine Thränenguellcn auf. — (Sie schweigt einigeSekunden, trocknet sich die Augen und fährt denn rusch und
vergnügt fort.) Also, wie ich Ihnen gesagt habe, trautesMadamchen, sechs- oder siebenundzwanzig Jahre — nichtälter! — Ucbrigcns wohl conditionirt, und Notabene! vonAdel. — plnisir cke vous revoir, Alndame. (Siewackelt fort.)
Mad. Schwalbe. Ich empfehle mich zu Gnaden.(Sic begleitet die Abgehcnde bis an die Hauptihnr, kommtdünn zurück und ruft zur Nebenthür hinaus.) Hannchen!Herr Wiesel soll kommen. — lieber das komische alte Ma-machen! — Völlig manntoll! — Ich weiß noch Keinenfür sie. Doch verlasse ich mich auf ihre Landgütchcn undKapitälchen; denn an solchen Anzeichen beißen die Männ-chen gar zu gern an.