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in vielen großen Häusern wie an Ketten. Ja, freche Be-trüger, windige Gauner, Spürhunde der Wollust, Hand-langer und Werkzeuge der Ueppigkeit und so weiter — diemästen sich und werden reich. Solches Gesindel findet al-lenthalben offene Kaffe. (Frömmelnd.) Wenn aber diebescheidene Ehrlichkeit ein paar Thälerchen blutsauer ver-dient hat und nun mit stummer Geduld an der Thüresteht und ihren billigen Lohn erwartet: da gibt's überallfinstre, ungnädige Gesichter, und alle Kasten sind leer. —Ich sage und bleibe dabei: Je ärger der Schalk, je bessersein Glück.
Fr. v. Schmelz. So ist, leider! der Weltlauf. Abergoldenes Frauchen, alle Ihre Kunden bezahlen doch wohlnicht mit so abominablem Undank, wie Sie eben zu refe-rier» beliebten. Ich, p»r exc-m,,Ie, werde dieses schwarzeRegister gewiß nicht vermehren. — Doch, Sie haben wohlunter dem großen Trubel Ihrer anderen Affairen mich undmein Hcrzgeschäftchen ganz vergessen.
Mad. Schwalbe. Ich Sie vergessen? — Sie thunmir bittres Unrecht durch diesen Verdacht. Ich habe fürSie gesorgt, als ob es mich selbst beträfe.
Fr. v. Schmelz. 8erie»8oment? — Ich brenne vorNeugier und Verlangen.
Mad. Schwalbe. Wollen Sie sich nach Frankreich,England, Italien oder gar nach Amerika vermählen?
Fr. v. Schmelz. Ei, ei! warum sollte ich so weitemigriren? — Die Waare, die ich suche, ist ja im liebenVaterlande überflüssig vorhanden.
Mad. Schwalbe. O ja! Ich kann Ihnen mit einergroßen Ladung deutscher Ehestandskandidatcn von allenSorten aufwarten. Befehlen Sie einen Blonden oder