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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
12
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Wiesel. Arme Madam! Sie greifen sich allzustark an.

Mad. Schwalbe. Ja, das ist wahr; ich placke michehrlich und habe wenig oder nichts davon. Es ist garkein Geld mehr unter den Leuten. (Zum Kutscher.) Wasbin ich Ihm schuldig?

Kutscher. Madam, ein harter Thalcr ist nicht zuviel.

Mad. Schwalbe. Er ist nicht klug! für den Katzen-sprung von der Brücke bis hierher einen Thalcr?

Wiesel. Schäm' Er sich, mein Freund. Er muß diebrave Madam nicht so unchristlich übertheucrn.

Kutscher. Ja, die brave Madam und ihre Packctefind auch brav schwer. Es war so gut, als ob ich eineganze Gevatterschaft geladen hätte.

Mad. Schwalbe. Ein spaßhafter Mann. Da hatEr einen Gulden und geh' Er mit Gott. (Sie gibt ihmGeld.)

Kutscher. Madam sind sehr genau. Doch ich willzufrieden sepn, um ein ander Mal wieder die Ehre zuhaben. Aber noch ein Trinkgeldchen!

Mad. Schwalbe. Man kann euch Leuten nicht ge-nug geben. Trinkgeld! Er riecht ja schon vonweitem wie eine Branntweinsblase. Hier sind noch einPaar Groschen. (Sie gibt ihm.) Leg Er sie gut an!

Kutscher. Zu einem Schnäppschcn auf Dero Ge-sundheit.

Mad. Schwalbe. Er thäte besser, wenn Er Seineausgehungerten Schimmel mit einer Metze Hafer traktirte.

Kutscher. Wie? Für das Trinkgeld, das Sie mirgegeben haben, sollte ich Hafer kaufen? Nein, Madam!Das läßt mein Gewissen nicht zu.