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wärtige als erloschen hinter sich zu drängen,uns aus der Verwesung neu gestaltet hervorzu treten.
Was ist wohl am Baume der Zweck, derBaum selbst oder die Blätter? Der Baum be-darf zu seiner vollen Entwicklung der cm- und aus-hauchenden Blatcer, denn, ihrer beraubt, verkümmertder kräftige Stamm; — anderseits aber bedarfdas Blatt zu seiner Ausbildung der übrigen Theiledes Baumes, indem es, von der Mmccrpstanze ge-trennt, verwelkt. Da aus dem Baume endlich im-mer verfaultes Holz entsteht, sollte vielleicht tuestletzte der Zweck aller jener successiven Entfaltungenseyn, die wir die ganze Lebensperiode des Baumeshindurch beobachten? Wohl N emand mochte sichgeneigt fühlen, diese Frage zu bejahen.
Ich will diese Betrachtungen durch folgendeWorte des Hrn. Or. Carus *) erläutern: Uebcrhauptist es wohl einer der größten Nachtheile, welcher derPhysiologie aus den bisher gewöhnlichen teleologi-schen Erklärungsprinzipien erwachsen lst daß manjeder physiologischen Meditation über irgend ei» ge-wisses Organ nur das Ziel setzte, eine norhwendigeBeziehung dcss lben auf den gesummten Organismusaufzufinden, oder wie man es nannte, den Nutzendesselben darzulegen; ein Verfahren, welches nichtnur an sich zu einer höchst einseitigen Erkenntmß
*) vr-. Carus Darstellung des Nervensystems.I. Band.