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1 (1822)
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(Z6.)

kete Vaterland ihn vertrieben, war dem Sohne desTerxeö die Ruhe seiner letzten Tage schuldig. So ifand der Geschichtschreiber Herodotuö nöthig, mit der Inach Thurien gehenden Colonie eine Freistätte inItalien zu suchen. Kleons Eifersucht gegen Män-ner von Tugend und Geist zog dem Thucydides dieVerbannung zu. Der sanfte Tenophon wurde kurzzuvor vertrieben, ehe Verleumdung Sokrates, seinenLehrer, den weisesten der Griechen (so nannte ihnder delphische Gott) im Gefängnisse tödtcte. Ka-non hatte die Mauern hergestellt, und Timotheus,sein Sohn, endigte ein langes verdienstvolles Lebenin äußerster Dürftigkeit. Es wäre dem Jphikra-tes und Chabrias nicht besser ergangen, wenn sie sich ldem Auge des Volkes nicht meist entzogen hätten.Als nach dem Falle der Macht auch die Unabhän-gigkeit verloren gieng, schien Athen Freiheit in in-nerer Verwaltung blos dazu zu halten, um in dem84jährigen Phocion das Bild alter Tugend durch 'ein Mordurtheil zu zerstören, und um den weisenDemetrius von Phalera, dem dreihundert Ehrensäu-len errichtet worden, zu nöthigen, am ägyptischenHofe seine Sicherheit zu suchen u. s. w. ")

*) S. Johannes v. Müller Weltgeschichte.