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der Wuth nicht zu zähmenden Verlangens nachjag-ten, so erkaltet gewöhnlich unser Eifer; wir erblickendas Gesicht des erhaschten Phantoms unter den fro-stigen Zügen der Wirklichkeit, und jenes Schleiersberaubt, welcher der wellenhasten Gestalt himmlischenZauber verlieh; unruhig wenden wir uns dann nacheinem neuen Gegenstände hin, der, als nicht erreich-ter, noch alle Reize der Hoffnung darbietet ").
Die Geschichte der Griechen und Römer, jenerbeiden Nationen nämlich, welche wir am freiestenund ungestörtesten, einem inner» Bildungstriebe ge-mäß, die mannigfaltigen Stufen des nationalen undpolitischen Lebens durchwandern sehen; jene Geschichteist voll von Beispielen, welche wir als Beleg unse-rer Behauptung anzuführen berechtiget sind. Wel-cher Heldenmuth im Kampfe, welche Klugheit undBesonnenheit in den Maaßregeln, welche Schlauheitin politischen Kunstgriffen, so oft es sich darum han-delt, nationale Freiheit zu erlangen, oder die ver-
*) Trefflich drückt Schiller in seiner Braut von Messinajenes Gefühl folgendermaßen aus;
Aber der Krieg auch hat seine Ehre,Der Beweger des Mcnschcngcschicks;
Mir gefällt ein lebendiges Leben,
Mir ein ewiges Schwanken und Schwingen und
Schweben
Auf der- steigenden, fallenden Welle des Glücks.
Denn der Mensch verkümmert im Frieden,Müßige Ruh ist das Grab des Muths.s. iv.