Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
113
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(ZI.)

Die Autonomie in den Aktionen der lebendenNatur manifestjrt sich nicht blos an den vitalen Er-scheinungen des Pflanzen- und Thier-Lebens,sondern auch an der höchsten Erscheinung des Lebens,an der ideellen Seite des Mikrokosmus im Ma-krokoömus, nämlich an dem Walten des mensch-lichen Geistes, an den Aeußerungen der Intelli-genz, des Gemüthö, und dieß zwar nicht nur ameinzelnen Jndividuo, sondern eben so sehr an ganzenNationen, deren jede, in gewissen Beziehungen,als ein belebtes organisches Ganze betrachtet werdenkann. Nach der von uns angenommenen Sprache sa-gen wir: Es äußert sich der AnthropismuSin seinem Verhalten mit dem höchstenGrade von Autonomie in der Aktion.

So sehen wir durchgehendö das Streben nacheinem gehofften Ziele unter einem weit höhernGrade von Energie und zweckmäßiger Besonnenheitsich aussprechen, als das Streben nach der Erhal-tung des errungenen sehnlich gewünschten Zustan-des. Ist der Wunsch einmal erreicht, dem wir, vonAngst, Bckümmerniß und Hoffnung getrieben, mit

4) Siehe meine Skizzen zu einem Aesetzbuche der Natur.I- Band. H