Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
32
Einzelbild herunterladen
 

(r;.)

Erscheinung als Grund dcr übrigen, willkührlich, ohneBeweis, angenommen wird; ferner^ daß sehr oftdie eine unter den die Haupterscheinung begleitendenNebenerscheinungen als die Haupterscheinnngselbst betrachtet wird.

Ersteres findet z. B. da Statt, wo die Krystablisakion, nach einem bestimmten plastischen Habitus,ohne weiters ans einer gewissen polaren Nebencman-derlagernng der sogenannten Molekülen erklärt wer-den will; da ja doch mit eben dem Rechte gesagtwerden kann, cs bestehe an der sich unter dieser oderjener geometrischen Figur krystaliisirenden Maste ur-sprünglich das Streben, gerade diesen oder jenen pla-stischen Habitus anzunehmen, und hiezu muffen diskleinsten Theilchen sich so gegen einander lagern, wiedieß zu einer solchen Darstellung erfordert wird.

Letzteres hingegen findet z. B. da Statt, wo dasEntwickeln eines lebenden Individuums, das Her-vorbringen so mancherlei Bestandst« ffe an demselben,blos auf chemische Weise erklärt werden will. Ist .es denn nicht viel wahrscheinlicher, unserm eigenenLebensgcfühle analoger, zu sagen: Das sich entwik-kelnde lebende Individuum, welches, je nachdem esauf einem niedem oder hohem Standpunkte der Or-ganisation steht, sich verworrener oder deutlicher alsMikrokosmus im Makrokosmus behauptet, konzentrittin sich weniger oder mehr die Erscheinungen dcr auihm restectircen Außenwelt; daher am lebendenIndividuo sich wohl auch die Erscheinungen des