(-.)
unaufhörlich mit dem Streben nach Gleichgewichtkämpfenden Eydergans?
Um der vernunftgemäßen Bedeutung des Aus-drucks Natur treu zu bleiben, und nicht irre zuwerden an den so mancherlei Mißdeutungen dessel-ben, muß man sich vorzüglich hüten, folgende zweiBegriffe mit einander zu verwechseln:
1) den widernatürlichen Zustand,
2) den Zustand gehemmter Entwicklungdurch äußerlich einwirkende Umstände,
In dem ersten Zustande befindet sich nichtswirklich Bestehendes; denn alles wirklich Seyende,alles in der ErschcinungSwelt Auftretende, gehört zurNatur, ist in der Natur, besieht durch die ewigwahren, nie wandelbaren Naturgesetze,
In dem zweiten Falle hingegen befindet sichalles Jenes, das, dem der Natur entsprechenden Ge-setze eines fortwährenden Ringens und KämpsenSgemäß, im Streite gegen fremde Entwicklung,an der dem eigenen Lebenskeime entsprechendenvölligen Entfaltung gehindert wird. Wenn das sichorganisch Gestaltende, dem innern Lebenskeime ge-mäß, nach Einer Richtung des Lebens mit gesummterKraft hinsirebt; zugleich aber durch die Tendenz ei-nes anders Gearteten, autonom und selbstschaffendAustrckcnden, eines mit organischer Kraft von höhe-rem Adel reich Begabten dahin verwiesen wird, infruchtlosem Ringen sich zu erschöpfen, und des Ei-genlebens hochersehntes Ziel stets nur als Drang,