Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
XXX
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Einleituu g.

stimmen in den Jubelchor gefeierter Schöpfung, undin der Wonne höherer Anschauung des Naturwal-tenS tiefen Sinn, dessen hohe Dichtung, zu erahnen.Indeß, ein trockenes Gedankenspiel, ein athemlosesJagen nach einem Phantome erstorbener Einbildungs-kraft, vermochten es, sie gegen Alles abzustumpfen,jeden lebendigen Keim echter Meditation und begei-sterten Dichtens in ihnen zu ersticken. Ueber derRegel, nach welcher das Bild entworfen seyn soll,verlieren sie das Bild selbst aus dem Auge.O möchte doch ein Bacon unter uns her-vortreten, um in der unbefangenen kräftigen Sprachegesunder Vernunft und mit den hinreißendenBildern einer schöpferischen Einbildungskraftunwiderleglich und in treffendem Tone zu erweisen,um uns zu bewegen es doch zu erkennen, wie, vonBlindheit geschlagen, wir in stolzer Anmaßungauf Irrwegen unsere Kräfte erschöpfen; wie muth-willig wir, in unserm starr und einseitig hingewand-ten Streben, darauf Verzicht leisten, den angebor-nen Totalhabitus echter Menschenwürde zu be-haupten!

*) Bacon Lord von Verulam gcb. i;6i, gest. i6r6. Einetreffende Charakteristik dieses großen Reformators derPhilosophie und überhaupt der Methode in allen Wis-senschaften findet sich unter andern in Dugald StewardUcbersicht der Philosophie britsnuieg,

LäiniE-Z). Auch Tennemann's Geschichte der Philo-sophie enthält manches Belehrende über den Geist die-ses merkwürdigen Mannes.