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Einleitung.
ten der jugendlichen Heroen, selbst am Apollo,ein trüber Anstrich unverkennbar hervor? Ist dietiefe geheimniß - und ahnungsvolle Wehmuth desOedipuS in Kolonos etwa der Ausdruck einer ver-edelten Sinnlichkeit? Bieten uns andrerseits Cor-reggio und andere christliche Mahler, in so manchenihrer Werke, nicht das schrankenloseste Entzücken, denJubel der Seele dar? Mangelt es wohl Ariosienan rein sinnlicher Heiterkeit? u. s. w.
Nicht minder ward auch die komparativeWürdigung des Werthes der alten griechi-schen und römischen Klassiker im Gegensätzezu den neuern Klassikern, durch die oben er-wähnte Sucht zu generalisiren, sehr schädlichinstuenzirt. Der von den alten Klassikern in eini-gen Rücksichten unstreitig behauptete Vorzug führtezu der Behauptung, daß sie durch ge hends denneuern weit vorzuziehen seyen, und es hatte dieß aufden Schulunterricht den nachtheiligen Einstuß einereinseitigen altklassischen Bildung, worüber Herderso viel Treffendes sagt. Sollen wir jene Würdigungohne Einseitigkeit, unpartheilich, aussprechcn,so muß unser Urtheil folgendermaßen lauten: Dieetwaige Ueberlcgenheit der griechischen und rö-mischen Klassiker vor den unsrigen kann sichbloS auf oratorrsche und poetische Produkte beziehen.Athmet dorr ein freierer Genius, eine kräftigereMenschennatur, eine grandiosere Simplicität, ein na-tionalerer Sinn; — so zeugt hier Alles von stau-