Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
XX
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Einleitung.

Mensch, weiter nichts, als ein verwickelter kunstreichchemischer Apparat. Nun waren mit einem Maledie Verrichtungen des Athmcns, der Verdauung, desBlutumlaufs, die Wirkung aller Heilquellen, al-ler aus Stein, Pflanze oder Thier gezogenen Arz-neimittel, das Wesen der Krankheiten, derenHeilmethoden, eben so wie der Kochkunst, Zucker-bäckerei, der Parfümerie und Weinverfälschung tiefverborgene Geheimnisse, dieß Alles waren Dinge,die jedem Schüler bis auf den Grund sich offenbar-ten« Es ward nun nichts mehr nach dem Schlen-drian der Erfahrung getrieben, denn alle Weis-heit kam aus den Retorten.

Allein auch dieser Fiktion erging es wie ähn-lichen bisherigen Naturtheorieen, welche das ganzeigene Mißgeschick trifft, daß sie in dein Maaße anCredit verlieren, als man mit ihnen näher bekanntwird. Die von ihrem Enthusiasmus Genesenen, undeinige wenige Vernünftige, die nicht alles Glänzendeals baare Münze zu betrachten gewohnt sind, sahenein, daß zwar der Chemismus, unter vielseitigenModifikationen, allenthalben mit hervortrete, daßaber hieraus wieder nicht umgekehrt folge, es seyder Chemismus das Urprinzip alles Na-turwaltens.

Um jedoch dem unparteiischen Zuseher, an deminteressanten Schauplätze der menschlichen Thorheitenund der grotesken Gebehrdungsn des anmaßenden,in abgezogener Form hervortretenden Verstandes, sei-