Einleitung.
xi
sich stets durch plumpe Materialität auszeichneten,schufen uns eine Welt aus anstehenden und absto-ßenden Moleküls kunstreich zustunmengeflickt, an dersich vor unseem blöden Auge die Geheimnisse derNatur eben so entfalten sollten, wie dem Knabenein mächtiges Licht aufgeht, wenn er zum erstenMale die Fäden an einem Marionettentheater ent-deckt.
Der gutmüchige Teutsche, stets für ausländ,'»sches Fabrikat eingenommen, trieb einige Zeit seinSpiel mit diesem Aucomatenwesen. Allein, seinschlichter Sinn, sein für höhere Anschauung geschaf-fener Geist, spürten bald Ekel an dieser gebrech-lichen Waare, und er fing an zu fühlen, was jedermit gesundem Verstände halbwegs Ausgerüstete füh-len muß, daß zwar die Gesetze der Mechanik sichallenthalben mit nebenher aussprechen, daßaber daraus keineswegs umgekehrt folge, es seyAlles in der Natur bloö ein mechanischesTreiben.
Lavoisier's wahrhaft große Verdienste um dieChemie wandten Aller Augen auf die Phänomeneund auf die Theorie der Verbindungen und Zersetzun-gen an den Körpern. Weil nun Chemie die Mode-wifsenschafc war, so ward stillschweigend der folge-rechte Schluß gezogen, man habe endlich aller Er-scheinungen letzten Grund in dem Chemismus ge-funden; es sey das gestimmte Walten der Natur,ja selbst der aus ihrer Werkftätte hervorgegangene
b 2