Einleitu ng.
VII
Es erbeben in seinem Gemüthe die Saiten, an-gestimmt von begeisterter Anschauung eines allwal-tenden Naturlebens, zum Jubelchore; — und derTonkunst mystische Sprache verkündet des Men-schen Entzücken, nimmer zu fassen in Worte.
Die dem Gesänge verschwistertc Sprache, —an des Rhythmus Gesetz zwar gebundendoch freiin des Ausdruckes Wendung, gleich dem Fluge desder Sonne zueilendcn Aares, — rufet hervor dieerloschenen, Wehmuth - und Freude-weckenden Bil-der, so vorübergezogen mit den Träumen entflohenerKindheit,— und hohe Dichtkunst verleiht diesenverklärten wiedererstandcnen Gestalten die Weiheselbst sch affend hervortretenden Ideales.
Des Körperlichen verführerisch wellenhafte For-men, — der Farben Schmuck und Schmelz,des Lichtreichö Ruhm verkündend,--- das Hell undDunkel, Symbole des dem Morgenglanze entstei-genden Werdens und ins Abendgrau sich senkendenVerschwindens,— sie alle treten vereint unter desKünstlers Hand in schöner Schöpfung vor, wiean der Lebensstätte des Universums die reizendeSinnenwelt sich entschleiert, wenn die Idee sichals Gestaltetes verkündet. Der Stein, der kalte,in sich selbst erstarrte, verdammt zu ewigem Ver-stummen, muß laut des Lebens Wonne künden, denGötterausdruck der Begeisterung athmcn, muß in derLeidenschaften Zerrgesicht sich falten, wenn des Bild-ners Meiftl die in des Blockes Innern: harrende