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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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Alwiug, der in diesem Augenblick alle von ihr erlitteneKränkungen vergaß, hob sie sanft empor und sragte mit-leidig:Arme Frau, was ist dir begegnet?"Ach!"stammelte sic mit gelähmter Zunge, indem sie einen hä-mischen Blick auf ihn warf:Ach deine verfluchteFledermaus bringt mich um !"

Meine Fledermaus?" rief Alwiug erstaunt:Meine Fledermaus sagst du? Man könnte sic wohleher die Dciuigc nennen; den» du hast sie sorgfältig beimLeben erhalten, und bist also selbst Schuld, wenn sie dichauf irgend eine Art, die ich noch nicht begreife, in diesenZustand versetzt hat. Das sollte mich aber wundern, weildu einsmals versichertest, du und die Fledermaus thätcneinander nichts."

Et ich wollte, daß sie dir noch einmal"fing Kunigunde wieder an zu stöhnen; aber Schwipp!schlug sie der Tod auf den Mund, daß sie die augehobcncVerwünschung nicht weiter aussprcchen konnte, und soverschied sie in den Armen des Kapitäns, bevor er sicnoch völlig die Treppe heraufgctragcu hatte.

Die einzige Augenzeugin dieses Unglücksfalls war dasschon erwähnte Dienstmädchen gewesen, welches nun dienähern Umstände folgendermaßen erzählte:

Die arme gnädige Frau Gott Hab' sie selig!stand vorhin, mit einem Licht in der Hand, auf demSaale und hatte mich ein bischen in der Mache. Sieschmähltc wie es immer der Hochseligen Art warum nichts und wieder nichts, und würde mich vielleichtnoch ein hübsches Weilchen ausgcfcnstcrt haben, wennnicht die Fledermaus, die Ew. Gnaden recht gut kennen,zwischen uns aufgestoben und Schiedsrichter gewesen wäre.