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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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manche seiner trüben Stunden aufhciterte, war nicht mehrum ihn, sondern mit ihrem Manne gezogen; ihre noth-dürstigstc Ausstattung hatte seine Kaffe zu einer so ödenWüste gemacht, daß sich einige Spinnen darin häuslichnicderlicßcn; und nirgends zeigte sich auch eine nahe oderferne Hoffnung, daß die mächtige Erdcngotihcit, Geld,ihren verlassenen Tempel wieder cinnehmen und jene ru-hige» Ansiedler daraus vertreiben würde. Diese reichlichenQuellen von Mißmuth strömten durch Kunigundens Un-verträglichkeit und Zanksucht vollends über und vergiftetenjeden Augenblick seines Lebens.

Um seine Umstände zu verbessern und sich nebenbei dieZeit zu vertreiben , die ihm, wie jedem Unglückssoh» , zulangsam schlich, nahm er sich jetzt, thätiger als jemals,der Wirthschaft und des Hauswesens au. Er eilte, sobalddie Lerchen sangen, auf's Feld, um durch seine Gegenwartdie Hände der Arbeiter zu beleben, und Abends durchkrocher Scheunen und Ställe, um die gehörige Fütterung desViehes zu beobachten und über Feuer und Licht zu wachen.

Bei einer solche» Latcrncnwandcrung durch sei» Gehöftflog einsmals die dickbcnannte Fledermaus, die er seitMariancns Hochzeittagc nicht gesehen hatte, so rasch aufihn zu, als ob sic den schuldig gebliebenen Dank für diedamalige Bcwirthnng abtragcn wolle. Er ging ihr, wiegewöhnlich, aus dem Wege; die Zudringliche verfolgt' ihnaber von Winkel zu Winkel, wie manches Poetchcn alleWelt mit seinen Neimen, oder wie geldhnngrige Büchcr-machcr den Hochcdlcn Nath der freien Reichsstadt Winds-Heim mit Dedikationcn. Der Hanptmann war stark imGedränge; denn das von den hochwcisen Magistratsherrcnzu Windsheim neulich zu wiederholten Malen ergriffene