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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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sich befand, nicht enthalten, über ihren furchtsamen Vaterhinter dem Schuupftuchc zu lächeln. Sic merkte, daß sicglücklicher Weise den rechten Ton getroffen hatte, undantwortete nun mit vollkommener Fassung:Scpn Sicohne Furcht, Papa! Sie ist jetzt nicht mehr hier."Einfältiges Mädchen!" schmählte der Vater:Wennsic wieder fort ist, was brauchst du mir erst zu sagen, daßsie da war? Ich frage doch nicht nach ihr, sondern ichwill wissen, warum ich dich hier antreffc?"

Daran ist eben die Fledermaus Schuld;" versetzte dasFräulein.

Potz Fledermaus und kein Ende!" sprach Alwing.Wiewäre das möglich?"

Die Sache ging ganz natürlich zu;" crwicdcrtc Ma-riane.Ich hatte vorhin noch eine» nothwendigen Gangüber den Saal, und als ich hierher kam, flog mir dieFledermaus plötzlich entgegen. Vor Schrecken schrie ichlaut. Herr von Richard hatte mein Geschrei gehört undsprang, in der Meinung, daß sich ein Unglück begebe, ausseinem Zimmer. Ich, von der Fledermaus noch immerverfolgt, wußte mich jetzt nicht besser zu retten, als daßich hineinschlüpstc. Wir sprachen alsdann über diese Be-gebenheit einige Worte, und ich war schon im Begriff,wieder zu gehen, als Sic hcrciutratcn."

Das ist alles Wahrheit," setzte Richard hinzu. In-dessen huschte das Fräulein zur Thür hinaus und überließdem Junker, die Sache vollends auszumachen.

Meine Tochter hat mir also wirklich die reine Wahr-heit gesagt?" sprach der Hauptmann und sah dem ver-dächtigen Zeugen scharf ins Gesicht.Ich muß gestehen,"fuhr er fort,ich horchte vorhin ein wenig an ihrer Thür,da hört' ich aber kein Wort, das auf die Flcdermausge-