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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
351
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ward unter dem einstimmigen Gesang des bekannten Lied-lcins: Als der Großvater die Großmutter nahm rc. derKehraus gesprungen, und die Gesellschaft ging auseinander.

Diese späte Trennung kam dem schönen Fräulein Alwingund einem gewissen Junker Richard immer noch zu früh.Sic hatten sich wechselseitig gefallen und waren immerauf ein halbes Dutzend Tänze voraus zusammen engagirtgewesen. Beim Abschied versprach der Junker einen bal-digen Besuch, und Mariane gestand, daß sie sich sehr dar-auf freue.

Richard hielt Wort, und ward nicht allein von seinemLiebchen wie sich am Rande versteht sondern auchvom Vater Alwing wohl ausgenommen, und sogar vondem Letzter» zur Wiederholung seines frenndnachbarlichenZuspruchs cingcladen. Das ließ er sich nicht umsonst ge-sagt scvn. Er kam fleißig getrabt, blieb aber immer nurwenige Stunden, und spielte sein zärtliches Angenspiel soversteckt, daß ihm weder Vater noch Mutter in die Kartegucken konnten.

Eiusmals hielt er sich länger als gewöhnlich auf undhatte mit Marianen viel hinter dem Rücken der Eltern zuflüstern. Es ward Abend, und er machte noch immer keineAnstalt zum Aufbruch. Die Sterne funkelten endlich gar,und jetzt erst verlangt' er sein Pferd. Alwing mußte nundoch, nach den Gesetzen der Höflichkeit, ihn nöthigen, überNacht da zu bleiben. Es war ein bloscs Ehrenwort undnicht wirklicher Ernst. Richard aber nahm das angcbotcneNachtlager mit so wenigen Umständen und so lebhaftemVergnügen an, daß sich selbst der Hauptmann, der übrigensvon allein Argwohn entfernt blieb, darüber wunderte. Grü-beln war jedoch seine Sache nicht; er schlüpfte daher, nach-