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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
350
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daß deine Hausehre oder vielmehr Hausschande dir dasLeben ohnedem sauer genug macht, so würd' ich hart gegendich handeln, wenn ich dich einen Augenblick länger mit»nnöthigen Sorgen quälte. Wir sind also quitt, völligquitt. Streiche deine hier aukgczähltcn Interessen wiederein. Die von den vorigen Jahren sollst du morgen zurückerhalten. Nun aber Lied am Ende und keine Sylbe wei-ter von der Sache!

Alwing. Ich bin betäubt ich kann nicht Wortefinden

Oberster (ihm de» Mund zuhattcnd). Ei, du sollstnicht einmal Worte suchen, sondern Ordre parirc» undschweigen. Laß meine» Wagen Vorfahren! Es ist die höchsteZeit, daß ich heim komme.

Ich muß gestehn," sprach Alwing für sich, als derOberster fort warich muß wahrlich gestehen, daßmir die Fledermaus dicßmal einen trefflichen Dienst gelei-stet hat. Ich könnt' ihr fast gut scpn huh! nein, daskann ich unmöglich. Mit der Liebe mag's bleiben; dochwill ich aus Dankbarkeit aufhörcn, Sie zu verfolgen undcs auch meinen Leuten untersagen." So that er auch.

Einige Wochen nach Publikation dieses Toleranzediktsveranlaßtc die Nachtschwärmern, eine neue Begebenheit inseinem Hause, oder sic mußte vielmehr um die reineWahrheit zu sagen blos ihren Namen dazu leihen.Die Sache verhielt sich so.

Einige benachbarte landadeligc Familien hatten den letz-ten Fasching mit einem Balle beschlossen. Alwing undseine Tochter waren von der Gesellschaft. Die Dorfmusi-kantcn spielten wie für Baren und Affen; dennoch be-währten die jungen Leute das Sprichwort: Wer gerntanzt, dem ist leicht gepfiffen. Erst am Hellen Morgen