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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
340
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Er. Was du willst, was du kannst. Mache nur ge-schwind, daß ich das Thier los werde.

Sie ennt schrinlnircr Gutmüihigkcit). Nun so Wart', ichwill eine Scheerc holen.

Er. Eine Schccre? Wozu eine Schecre?

Sic. Ucberflüssigc Frage! Um die Fledermaus anszu-schncidcn.

E r. Auszuschneide» ? Aus meinen Haaren zu schneiden?Das kann unmöglich dein Ernst scp».

Sic. Gut, so will ich gespaßt habe» und dir deineFledermaus lassen.

Er (ecedrüßiia,). Nun so geh.

Sie. Wohin? Du machst doch wahrlich ein griesgram-mcndcs Gesicht, als ob du mich zum Meister Pferdefußschicken wolltest.

Er. Ucbcr die Wortvcrdrehungen! Nach der Schccresollst du gehen, sag' ich, geschwind gehen. Indem du hierstehest und zankst, verwickelt sich die Bestie, indem sie sichlosmachen will, immer tiefer.

Eben das wollte Kunigunde haben. In dieser Absichtspann sie den Streit mit ihrem Manne so weit aus undließ auch länger, als nvlhig war, auf ihre bewaffnete Zu-rückkunft warten.

Komm, komm!" rief ihr Alwing voll Ungeduld entge-gen.Komm, liebe Frau! Aber verfahre säuberlich mitwir! Ich vertraue deiner Großmuih meine Haare, die ich,wie dir bekannt ist, ein wenig lieb habe. Laß mich ja,ich beschwöre dich, so wenig als möglich verlieren!"

Scp ohne Sorgen," antwortete sic traulich.Seyganz ohne Sorgen, lieb Männchen und sitze nur still! Ichwerde dir gewiß nichts zu Leid thun. Wenn ich gleichmanchmal aufbrausc, bin ich dennoch ein gutes Weib."