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lien Locken, in seinen schönen, rabenschwarzen Locken, diesein Stolz und seine Freude waren.
Er brach in ein Zetergeschrei aus und lief stöhnend,wie ein angeschoffencS Wild, im Zimmer auf und nieder.Hundertmal erhoben sich seine Hände, um den zudringli-chen Gast aus den Haaren zu reißen, und hundertmal san-ken sic vor Abscheu zurück. Seine Gemahlin, die sich ineinem Nebenzimmer befand und sein Aechzen vernahm,eilte jetzt mit den liebreichen Worten: „Was schreit dennder Narr?" ihm zu Hülfe.
Er. Ach, liebes Gundchen, sieh an!
Sic (mit boshaftem Lachen). Ei, was du da für einschönes Vögelchen gefangen hast.
Er. Spotte nicht, liebes Herz, sondern hilf mir!
Sie. Kannst du dir nicht selbst helfen? Ich dächte, duwärst alt genug dazu. Du magst mir ein wackerer Sol-dat gewesen scyn, du, der nicht einmal den Muth hat,eine armselige Fledermaus von ihrem Posten zu vertreiben.
E r. Du bist ein Weib und ich schweige. Einem Mannwürd' ich hierauf zu antworten wissen.
Sic. Wohl gar durch eine Ausforderung? Duelliredoch erst mit der Fledermaus, die dich herausgefordcrt hat!
Er. Ich bitte dich, liebes Gundchen, verdirb nicht dieZeit mit solchen Neckereien.
Sie. Ja, nun bin ich auf einmal wieder dein liebesHerz, dein liebes Gundchen geworden. Wie lang' ist'swohl, daß du mich nicht so'gcnannt hast? es geschah, denk'ich, zum letzten Mal, als ich dir meine Dukaten undLouisd'or ausliefertc?
Er. O Weib, Weib! Deine Worte sind Dolche! Ver-laß mich, wenn du nicht —
Sie. Gleich wieder patzig! Was soll ich denn thun?