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Alwing betrieb dieses Geschäft, nach ihrem ausdrückli-chen Verlangen, mit möglichster Heimlichkeit, und glaubteschon alle Berge der Hinderniß überstiegen zu haben, alsihn seine schone Braut durch den Vorschlag einer nächtli-chen Entführung in Erstaunen setzte. Potz Ziererei undkein Ende! dacht' er, und knirschte verstohlen mit den Zäh-nen. Sie will entführt seyn? Sic, deren Thun undLassen der ganzen Welt so gleichgültig ist, daß sie ihrenHochzeittag in allen europäischen Zeitungen bekannt ma-chen könnte, ohne den geringsten Einspruch zu befürchten?— Diese Gedanken ließ er aber so wenig laut werden,daß er vielmehr den abgeschmackten Einfall eine allerliebsteIdee nannte, und sogleich nach Hause eilte, um die nöthi-gen Vorbereitungen zu machen.
Mit dem Schlage der Mitternachtstnnde kömmt er auchwirklich in einer ungeheuer», schwerfälligen Karrosse, dieschon zu seiner Väter Zeiten ein altmodisches Gebäudegewesen war und jetzt von zwei lebenssattcn Ackergäulenmühsam fortgcschleppt wird, vor des Fräuleins Hans ge-rumpelt. Er findet cs fest, wie ein Kloster, verschlossen.Ein Fenster aber öffnete sich leise, und eine vermummteGestalt hustet und bistct herab. Sic dehnt sich jetzt wieein Gespenst empor, streckt ein Paar lange Beine rück-wärts heraus und beginnt an einer Strickleiter herunterzu klettern. Der Kapitän steht starr, wie eine Meilen-säule, und weiß nicht, was er bei dieser Geschichte den-ken soll. Endlich erreicht die Maske den B^dcn und fliegtmit den Worten: „Nun, mein Geliebter, auf ewig dein!"in seine Arme.
Jetzt erst erkannt' er Kunigunden. Ihn überlief beidem Wörtchen ewig ein kalter Schauer, und mit zittern-den Händen hob er seine romantische Braut in den Wa-