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lich einen Korb befürchtete. Doch seine Sache stand nichtso schlimm. Fränlein Kunigunde war sehr vortheilhaftfür ihn gestimmt, und hielt blos mit einer entscheidendenErklärung zurück, um seinen Sieg ein wenig zu erschwe-ren und sich das noch ungcuoffcne Vergnügen eines zärt-lichen Liebcshandcls zu verschaffen.
Wer Zeit übrig hat und einem schönen, geistreichenMädchen huldiget, dem mag cs ganz angenehm sepn, dieStufenleiter der Liebe langsam hinauf zu klimmen. DerKapitän aber stand gleichsam auf Nadeln. Er hätte lieberheut als morgen seine unhöflichen Mahner mit Kunigun-dens Brautschatz zum Schweigen gebracht, und sollte nunerst noch lange mit der alten häßlichen Zierpuppe tändelnund schön thun. Eine doppelt peinliche Lage, in die er sichaber durchaus fügen mußte, wenn er zu seinem Zweck ge-langen wollte.
Mit gewaltsam unterdrücktem Widerwillen begann erdas Spiel seiner Licbhabcrrollc. Er seufzte nach einemholden Blick von kleinen, aschfarbigen Augen, schmachtetenach dem schanderhasten Druck einer knöchernen Todtenhand,und verglich in baar bezahlten Verse» — die ihm zumGlück der Schulmeister seines Dorfes um ein billigesTrinkgeld lieferte — ein kupfrigcs Runzelngcsicht mit auf-blühenden Lilien und Noscn.
Dieses weinerliche Lustspiel gefiel der spinucuartigcn Dameso wohl, daß sie die Entwickelung des letzten Akts immerweiter hinaus schob. Ein volles halbes Jahr mußte derKapital» ihr tausend süße Sächelchen vorschwatzen, indes-sen seine Gläubiger immer bitterer mit ihm sprachen. End-lich ward das Herz der Spröden erweicht. Sie lispeltemit niedergeschlagenen Augen das süße Ja der Erhörung,und erlaubte, Vermählungsanstalten zu treffen.