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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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dcrung, und es wurden ihm endlich Schreibmaterialiengegeben.

Er mißbrauchte sic aber zu theologischem Geschwätz, dasan Unsinn gränzte, und zu lateinischen und französischenDcnksprüchcn auf den Amtmann und den Geistlichen. Letz-terer verwies ihm am folgende» Tage, als er in diesenunnützen Schreibereien kein Wort fand, das einer Beichteähnlich sah, seinen Leichtsinn und »ahm ihm das Crucifirweg, das er ihm gegeben Haie. Der Delinquent aber hörtenicht auf ihn, sondern sang mit brüllender Stimme einselbst verfertigtes Lied, das Fluch und Rache gegen seineFeinde enthielt. Sein Gesicht glühte vor Wnth. Er be-schuldigte den anwesenden Amtmann, daß er nach Blutdürste und schimpfte auf den Stockmcistcr, weil er den Alpund andere Poltergeister ihm auf den Hals gehetzt habe.

Da er nun unaufhörlich so tobte und Niemand zumWorte kommen ließ, mußte man den Rasenden verlassen.

Hierauf ward ein Bersuch gemacht, sein Herz durchSterbcgcsängc zu erweichen. Kaum wurden sic aber vorder Thür seines Gefängnisses augestimmt, so übcrschrie erdas Chor mit wilden Soldatenliedern.

Man ließ ihn einige Stunden allein. Unterdessen hatteer sich das Hemde vom Leibe gerissen und man fand ihnnackt und blutig im Bette. Auf Befragen, was ihm wi-derfahren scy? gab er vor, der Alp habe ihm so mitge-spiclt. Allein der herbei gerufene Arzt entdeckte sogleich,daß er Blut aus dem Zahnfleische gesaugt und seinen Kör-per damit bestrichen hatte.

Der Amtmann und der Geistliche gaben sich nun wie-der viele fruchtlose Mühe, den Unsinnigen, der sich immer-fort taub stellte, zum Tode zu bereiten. Erstcrer schriebauf die Tafel:Es ist nun die höchste Zeit zur Bekehrung.